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Leserbrief vom 10.10.17

Ein Leserbrief welcher von Homophobie in Fremdenfeindlichkeit umschwenkt. Es ist bekannt, dass diese zwei menschenfeindlichen Meinungen oft Hand in Hand gehen. Der Autor vermischt unter anderem den kirchlichen und staatlichen Ehebegriff.
Die systematische Herabsetzung von schwul-lesbischen Menschen ist durch Artikel § 283 StGB strafbar.
Wir tolerieren herabsetzende Leserbriefe nicht!

Flay trifft Europäische Kommission

Flay trifft European Commission against Racism and Intolerance

Die European Commission against Racism and Intolerance (ECRI) kämpft gesamteuropäisch gegen Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus und Intoleranz an und setzt sich somit für die Durchsetzung der Menschenrechte in Europa ein.
In diesem Jahr steht auch Liechtenstein im Fokus für den im kommenden Jahr zu veröffentlichenden Bericht. Im September 2017 trafen sich Anne-Catherine Kranz und Amos Kaufmann vom Flay-Vorstand mit der ECRI. Es ergab sich ein intensives, interessantes Gespräch. Neben Vertretern anderer Vereine, Organisationen und Staatsstellen konnte Flay somit einen Beitrag für ein umfassendes Bild der Situation bezüglich Menschenrechte im Bereich der LGBTI’s in Liechtenstein leisten. Wir danken der ECRI für ihre Arbeit und erwarten spannungsvoll den nun in Erarbeitung liegenden Bericht.

Informationen zur Arbeit der ECRI und ihrem Besuch im Infosheet Liechtenstein.

Die Pressemitteilung des ECRI bezüglich ihres Besuches in Liechtenstein findet ihr hier: Council of Europe Anti-racism Commission to prepare report on Liechtenstein

 

Stellungnahme zur Ehe für alle in Deutschland

What a wonderful day

Der Verein Flay ist sehr glücklich über die Entscheidung des Deutschen Bundestages. Für alle Lesben und Schwule mit Deutscher Staatsbürgerschaft ist es eine sehr freudige Nachricht. Endlich werden sie rechtlich gleichgestellt. Damit hat die deutsche Politik einen wichtigen Schritt gegen eine gesetzliche Diskriminierung gemacht.
Deutschland ist somit das erste deutschsprachige Land, welches die gesellschaftliche Realität erkannt hat und umsetzt.
Unterstützt wird die Ehe für alle in der Bevölkerung schon lange. Zuletzt mit 83 Prozent über alle Parteigrenzen hinweg. (Laut einer Umfrage) Trotzdem hat der Bundestag lange gebraucht und heute mit 63 Prozent für die Ehe für alle gestimmt.
Karl-Heinz Brunner von der SPD sagte in seiner Rede treffend:
„… Dies ist ein Gesetz das zu mehr Freudentränen, Rührung, Erleichterung, Freude und Glück führen wird, als jedes das ich im Bundestag erleben konnte. Und am Ende dieses Morgens wird niemandem etwas genommen, niemand wird seiner Rechte beraubt, niemand wird ärmer.Nein, wir werden reicher in Deutschland, nicht nur weil wir heute Geschichte schreiben, … denn Liebe und Verstand drängen heute endgültig zu ihrem Recht.“
Das Gesetz ist ein Erfolg und eine Freude für die Lesben und Schwulen in Deutschland, aber auch für dessen Demokratie. Denn es zeigt auch Minderheiten werden wahrgenommen.
Besonders wichtig aber auch längst überfällig war dieser Entscheid für Europa. Deutschland hat als starkes Land in Europa, welches mit der Verfassungsentwicklung starke Zeichen gesetzt hat, nun endlich auch die Teile der lesbischen und schwulen Bevölkerung gleichstellt. Es zieht somit am gleichen Strang wie grosse europäische Länder wie Frankreich oder Spanien.
Wir würden uns das auch für Liechtenstein wünschen. Für uns ist es unverständlich, dass man eine solche Ungleichheit für Teile der Bevölkerung in einem sonst so fortschrittlichen Staat wie Liechtenstein einfach toleriert. Eine Gesetzesänderung würde von der Mitte der Gesellschaft getragen werden, denn wir sind überzeugt, dass auch Liechtenstein änliche Umfragewerte wie die Schweiz oder Deutschland zeigen würde.
Das Beispiel in Deutschland zeigt, dass die Politik die Augen vor dieser Thematik nicht verschliessen kann und es sich zur Aufgabe machen muss, diese Anliegen öffentlich zu thematisieren. Denn es gehört sich für ein demokratisches und rechtsstaatliches Land alle Bevölkerungsteile gleichzustellen.
Mit einem Entscheid für die Ehe würde keinem etwas weggenommen werden, aber vielen etwas wertvolles gegeben werden; nämlich die gleichen Rechte für homosexuelle Menschen wie für Heterosexuelle.
Gesellschaftlich gesehen gilt die Ehe noch immer als wichtiger Teil eines Menschenlebens. Der Ausschluss von dieser Möglichkeit für homosexuelle Paare bewirkt, dass für diese Menschen immer ein Defizitverhältnis zur restlichen Gesellschaft besteht und damit auch der Weg für Diskriminierungen offen steht.
Schade ist es, dass die Politik hier in Liechtenstein das Thema einfach ignoriert und die Stimmung vorherrscht, einfach abzuwarten, was bei den Nachbarländern passiert. Wir finden die Zeit ist gekommen auch hier das Thema anzugehen. Man ist es immerhin bis zu 10% der Bevölkerung schuldig.

Stellungnahme des Vorstands von Flay am 30.6.2017

Leserbrief von 17.8.17

Es ist eine Oft zu sehende Strategie, dass sich homophobe Angreifer bei einer Reaktion auf ihre verbales Erbrechen sehr schnell in der Opferrolle darstellen. Die systematische Herabsetzung von Menschen mit anderen Lebensrealitäten als der eigenen wird auch gerne mit der Meinungsfreiheit entschuldigt. Die Herabsetzung und Diskriminierung anderer ist jedoch nicht durch die Meinungsfreiheit geschützt.
Die Wortmeldungen von Patrick Bargetze und Gloria Morrone stimmen uns zuversichtlich. Danke für euern Einsatz für eure Mitmenschen.